Fazit:
Ein Mallorca-Urlaub ohne Baedeker ist nur halb so schön! |
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Mallorca ist nicht nur die beliebteste Urlaubsinsel der Deutschen
aller Schichten. Die Hauptinsel der Balearen kann sich auch
eines anderen Superlativs rühmen: Sie ist die Insel mit
den meisten Baedeker-Sternen, gemessen an ihrer Größe.
Die jährlich sieben Millionen Gäste, weit überwiegend
Deutsche, greifen also bei der Wahl dieses Urlaubsziels nie
daneben - ganz gleich, aus welchem Grund sie Mallorca buchen
und insgesamt rund 10 Milliarden DM dort ausgeben.
Natürlich sucht die Kundschaft eines anspruchsvollen Reiseführers
wie des Baedeker nicht nur Badestrände und Sonne
auf Mallorca und der kleineren Nachbarinsel Menorca, sondern
erwartet neben umfassender Information über Natur, Kultur
und Geschichte auch praktische Ratschläge zu gehaltvollerer
Urlaubsgestaltung auf aktuellstem Stand. Baedeker hat
den Band Mallorca/Menorca aus diesem Grund nahezu völlig
neu erarbeitet.
Da trifft es sich gut, dass alle Baedeker des neuen Jahrhunderts
mit modernem Outfit und dichterer Inhaltsgestaltung daherkommen:
Die neuen Schriften sind besser lesbar, die beliebten Baedeker
Specials präsentieren sich in neuer Form, die "praktischen
Informationen" sind noch aussagekräftiger, das Inhaltsverzeichnis
wurde deutlich übersichtlicher, und das alles hat durchgehend
frische Farben bekommen.
Mit großer Sorgfalt hat die Baedeker-Redaktion
sechs Tagesrouten für Autofahrer ausgearbeitet, alle rund
150 Kilometer lang. Zwei Routen erschließen den gebirgigen
Norden der Insel mit seinen zerklüfteten Küsten und
vielfältigen Naturschönheiten: eine führt zum
Cap Formentor, der landschaftlich besonders eindrucksvollen
Nordostspitze der Insel, eine durch die Zentralebene an die
Ostküste und eine weitere durch den bergigen Süden.
Hinzu kommt eine an herausragende Sehenswürdigkeiten orientierte
"Schlechtwettertour" - schließlich kann es auch auf Mallorca
mal regnen.
Aufgelockert wird das Kapitel "Reiseziele von A bis Z" durch
eine Vielzahl kleiner Tipps am Rande. Da ist zum Beispiel zu
lesen, wo man sich auf Mallorca nach der Ernte vor Ort über
die Herstellung von Olivenöl informieren kann oder wo man
auf Menorca im Sommer täglich um 11 Uhr ein Orgelkonzert
auf einem berühmten Instrument hören kann. "Die Männer
mit der Zwille" und andere "Specials" bieten informativen Lesestoff.
Diese "Zwillen", so erfährt der erstaunte Leser, sind Steinschleudern,
mit denen sich die Einwohner in der Antike ihrer Feinde erwehrten
und mit denen sie sich als Söldner bei kriegerischen Mittelmeervölkern
verdingten.
Der heute noch als Sport geübten Kunst verdankten die Balearen
vermutlich ihren Namen: Das griechische Verb für werfen
ist "ballein". Mit dem berüchtigten "Ballermann" hat es
übrigens nichts zu tun...
(Copyright © 2000 Mairs Geographischer
Verlag)
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