Fazit:
No System ist ein Buch über das Zusammenleben, die Reisen und zahlreiche Musikevents einer modernen Nomadin.
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»Das Leben verschiedener Menschen kreist um die verschiedensten Dinge, mein Leben hat seinen Grundstein in der Musik«, sagt Vinca Petersen von sich.
Seit ein paar Jahren streift sie mit einer Gruppe von jungen Leuten durch Europa, um illegale Musikveranstaltungen und Raveparties zu organisieren. Sie lebt mit ihren Freunden in alten Lastwagen, Bussen, und Wohnwagen. Gemeinsam spüren sie geeignete Orte auf, um ihre Soundsysteme aufzubauen und Technomusik zu spielen.
No System ist der sehr persönliche Lebensbericht von Vinca Petersen. Ihre Kamera hat sie immer dabei, um den Alltag der Freunde festzuhalten. Die fotografischen Innenansichten der Gruppe (ca. 180 Farbfotos) werden zusätzlich von kleinen Tagebuchtexten, Briefen und Notizzetteln begleitet, die die Lebensform von Autonomie und Selbstorganisation beschreiben. So erfährt man, daß die friedfertige Gruppe nicht gegen das System rebelliert, sondern, daß es ihr darum geht, sich von starren gesellschaftlichen Strukturen völlig loszulösen.
»Nimm teil an unserer Lebensweise!« heißt es an einer Stelle ihres Buches. Und tatsächlich wird man als Außenstehender Zeuge einer modernen Form des Stammeslebens, bei dem Jugendliche ihre ganz eigenen Gesetze und Rituale entwickelt haben.
Vinca Petersen, 1973 in Südkorea geboren, Tochter eines Angestellten des Britischen Auswärtigen Amtes und Enkelin von rumänischen Zigeunern, verließ ihr Elternhaus mit sechzehn, um in ein besetztes Haus in London zu ziehen. Dort traf sie ihren Freundeskreis, alles Musiker, Schauspieler und Groupies. Seit über acht Jahren ist sie seither mit ihrer "Familie" unterwegs.
(Copyright © 1999 Steidl Verlag)
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