Fazit:
Alles, was man über Scotch Whisky wissen muss im
kompakten Format. |
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Hoffentlich gehören Sie nicht zu jenen Menschen, die etwas nur
nach dem ersten Eindruck beurteilen oder ein Buch nur nach seinem
Umschlag bewerten. Das Buch Scotch Whisky von Charles MacLean
ist ein gutes Beispiel dafür, dies nicht zu tun. Das kleine,
schmalbrüstige Büchlein verspricht optisch weit weniger als
großformatige Bilderbände. Außerdem ist der Artdirektion ein
peinlicher Patzer bei der Umschlaggestaltung unterlaufen.
In die abgebildeten Etiketten schottischer Whiskys hat sich
auch das Etikett eines irischen Whiskeys (eines irischen Malts
zwar) eingeschmuggelt. Dies sei ihr zwar verziehen, doch der
Whisky-Connaisseur hat einen guten Geschmack und legt Wert auf
die kleinen Unterschiede und die feinen Nuancen. So ist es nicht
egal, ob es um Whisky, Whiskey, um Malts, Grains, Blends oder
gar Bourbons oder Ryes geht.
Doch all diese Klippen umschifft Charles MacLean gekonnt. Das
flüssige Gold der Schotten findet hier in seinen edelsten Ausprägungen
(Malts und Blends) mannigfaltige Erwähnung. Und schon bald merkt
man: der kleine Band ist ein inhaltlicher Riese. Die Abwesenheit
von Illustrationen, die kleintypige Schrift und das dünne Papier
geben sehr viel Raum für Informationen. Hier findet sich tatsächlich
fast alles über Whisky. Die Herstellung, Geschichte, Verkostung
finden sich genauso wie die Hersteller und Regionen.
Doch der wichtigste Teil ist wohl die Aufführung der einzelnen
Marken. Charles MacLeans Ehrgeiz war es, möglichst alle erhältlichen
Label vorzustellen (so ganz 100-prozentig ist dies nicht gelungen),
aber er ist extrem weit mit dieser nahezu unmöglichen Aufgabe
gekommen. Dieser kleine Band führt auf rund 270 Seiten vor,
was ein Buch haben muss, um zum ständigen Begleiter eines Whisky-Kenners
(oder eines Starters) zu werden. Ein großartiges Standardwerkchen
mit Format! Absolut empfehlenswert (auch wenn manche Verkostungsnotizen
etwas merkwürdig anmuten)!
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