Fazit:
96 bekannte Schwänke nach dem Straßburger
Druck. |
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Diese
neue Übertragung bringt die zum Volksgut avancierten Geschichten
über Dil Ulenspiegel wieder einer breiten Leserschaft nahe:
Eng am mittelhochdeutschen Original, jedoch ohne historisierende
Attitüde, ein mit Vergnügen lesbares Neuhochdeutsch, das die
provokanten Geschehnisse ungehindert leicht vor Augen springen
lässt.
Auf eine mögliche Neuordnung der Geschichten und auf einen vergleichenden
Apparat zum Frühdruck (Straßburg 1515) wurde verzichtet. Zu
Recht: Beachtet man, daß es sich um eine Auswahl von Schwänken
und Satiren aus mündlich überlieferter Tradition handelt, nicht
um einen Roman, kann eine Neuordnung mit Rücksicht auf erdeutete
Zeit- und Handlungsabläufe kaum mehr als ein seltsames Retuschieren
des Frühdrucks einbringen.
Den Ton der Geschichten für unsere Zeit zu treffen, das ist
der Verdienst von Vera Fabritz. Sie erzählt so, wie man es aus
dem Alltag kennt und wie es die mittelhochdeutsche Vorlage verbürgt.
(Copyright © 2000, 2001 Autorenverlag
Matern)
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