Fazit:
Eine Ärztin erzählt von ihren Erlebnissen
mit australischen Aborigines während eines Walkabouts.
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Die amerikanische Ärztin Marlo Morgan wird für ihr
soziales Engagement gegenüber jungen Aborigines zu einer
Auszeichnung durch einen wild lebenden australischen Aborigine-Stamm
eingeladen. Nach langer Fahrt, in der Wüste angekommen,
werden alle existenzbestimmenden Dinge, wie Kleidung und Ausweis,
verbrannt und es findet ein folgenschwerer Test statt, denn
sie darf an einem Walkabout mit den Eingeborenen teilzunehmen.
Dabei wird sie in das Leben der Wilden eingeführt. Nach
Hause zurückgekehrt, möchte sie den selbst erfahrenen
Aborigine-Geist mit diesem Buch kundtun. Überlieferte Weisheiten,
wie die Telepathie, das Buschheilwesen und Überlebenstaktiken
werden von der Autorin in lebendige Sprache, einfach und bildhaft,
verpackt.
Der weit auseinanderklaffende Unterschied zwischen den Wilden,
hier am Beispiel des Stammes der "Wahren Menschen", die im Einklang
mit allen Lebewesen der Natur leben, und der vorantreibenden
Zivilisation der "Veränderten" Menschen, wird zum Hauptthema
des Buches. Die Aborigines bedienen sich eines anderen Denkenes,
träumen am Tag und ruhen in der Nacht. Ihr Anliegen sind
die Mitmenschen und ihre eigene Umwelt - ohne diese "lebenswerter"
zu gestalten. Im Endeffekt führen sie ein illegales Leben
im eigenen Land. Schon viele entsagten das Leben in unserer
Gesellschaft, erreichten als Außenseiter keine Integrität,
nahmen Alkohol oder härtere Drogen...
Von seiner Aktualität hat das Buch seit der ersten Auflage
1991 nichts verloren, im Gegenteil beweist es einen soliden
Rang in den Bestsellerlisten.
Auf alle Fälle sticht dieses Buch durch seine Einzigartigkeit
- die gekonnte Aufklärung über eine aussterbende Kultur,
mit real erlebten, tatsächlichen Fakten - aus den tausenden
Erfahrungsberichten über Ureinwohner aller Erdteile hervor.
Kurzum ein für jedermann interessanter Lesestoff, der zum
Nachdenken anregt bzw. einfach unterhaltsam ist.
(Copyright © 1999 -
2002 lesewelt.de)
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