Fazit:
Ein bewegender Lebensbericht voller Selbstironie und
Optimismus - Dank der Labradorhündin. |
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Ein Mensch, der von Geburt an praktisch blind ist, versucht
seiner Umwelt mit allen Mitteln vorzuspielen, daß er sehen
kann. Unter Lebensgefahr fährt er Fahrrad, lernt skifahren,
reist um die Welt. Was sich wie eine Zeitungsente liest, ist
die ebenso wahre wie wahnwitzige Geschichte von Stephen Kuusisto,
dem erst im Alter von fünfunddreißig Jahren die Begegnung
mit Blindenhund Corky zeigt, wie vielseitig auch das Leben auf
dem Planeten der Blinden sein kann.
"Im Alter von drei Jahren bekam ich meine erste Brille. Ich
trug sie in den Garten und vergrub sie unter den großen
Blättern einer Rhabarberpflanze... Was nur mußte
ich tun, damit niemand meine Blindheit bemerkte?"
So schildert Stephen Kuusisto das Dilemma seiner Kindheit. Als
er 1955 drei Monate zu früh zur Welt kommt, wird sein Sehvermögen
durch Überversorgung mit Sauerstoff im Brutkasten so schwer
geschädigt, daß er praktisch blind ist.
Doch seinen Eltern zuliebe, die ihm ein Leben als Behinderter
ersparen wollen, lernt er, sich so zu verhalten, als könne
er sehen. Er erträgt die Hänseleien seiner Mitschüler,
aber entdeckt auch eine große Leidenschaft - die Liebe
zum geschriebenen Wort.
Ausgerechnet beim Lesen verletzt Kuusisto eines Tages sein linkes
Auge schwer. Er begreift, daß es an der Zeit ist, sich
zu seiner Behinderung zu bekennen und Hilfe anzunehmen.
Für ihn und Corky, eine gelbe Labradorhündin, ist
die große Stunde ihrer ersten Begegnung gekommen - ein
Blind Date im wahrsten Sinne des Wortes.
Alltägliches wird zum Wunderbaren und lehrt uns mit den
wahren Augen zu sehen - Oliver
Sacks läßt grüßen.
(Copyright © 1999 -
2002 Blessing Verlag)
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