Fazit:
Harry Potter Band 4 - diesmal spannender, überraschender
und umfangreicher denn je! |
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Wie haben wir gebibbert, wie gewartet und nervös an den Fingernägeln
gekaut, bis wir endlich den nächsten Band der Abenteuer von
Harry Potter in den Händen halten durften - keinen einzigen
Tag vor dem vom Verlag festgesetzten Termin vom 14. Oktober
2000 (nun gut, die englischsprachige Ausgabe gab es schon zum
8. Juli, aber das ist eben auch nicht jedermanns Sache). Und
wie halten wir uns nun die Ohren zu, wenn uns jemand verraten
will, wer den Quidditch-Worldcup gewinnt, in wen Harry sich
verliebt und wer derjenige von den altvertrauten Figuren ist,
der das Ende von Band 4 nicht überleben wird - alles wollen
wir selber lesen, die ganzen 800 Seiten von Anfang bis Ende.
Aber so viel sei verraten: Die Weltmeisterschaft im Quidditch
ist nicht nur ein sportlicher Höhepunkt, sondern auch eine organisatorische
Meisterleistung (wie geben Tausende von Zauberern und Zauberinnen
sich den Anschein, eine ganz harmlose Versammlung von Muggels
zu sein?). Und der im Titel erwähnte "Feuerkelch" spielt eine
nicht unbedeutende Rolle dabei, dass die Zauberschule Hogwarts
im Wettbewerb mit zwei anderen Schulen einen gewissen Vorteil
erhält. Sie haben richtig gelesen: Zwar haben wir uns bisher
kein einziges Mal gefragt, ob es noch andere Zauberschulen außer
Hogwarts gibt - mit seinem weiten Gelände, das sich zwischen
den Gewächshäusern der Botanik-Lehrerin Prof. Sprout, dem See
und Hagrids Hütte mit seinem Zoo an absonderlichen magischen
Kreaturen erstreckt, schien es uns wie ein kleines perfektes
Univerum. Aber so wie Joanne K. Rowling die Schüler aus dem
noblen Beauxbatons und dem abgelegenen Durmstrang beschreibt,
die in Hogwarts zu Gast sind, muss man ihr einfach glauben,
dass es die reine Wahrheit und irgendwie schon immer so gewesen
ist, so wie wir ihr auch jede Menge Poltergeister, Hauselfen,
Einhörner, Zentauren und sonstige magische Wesen glauben.
Lord Voldemort, auch bekannt als Tom Riddle, auch bekannt als
das Böse in Person (wenngleich seit einigen Jahren ohne einen
eigenen Körper und quasi nur als eiskalter geistiger Hauch vorhanden)
hat längst nicht aufgegeben, Harry nach dem Leben zu trachten
- und langsam, ganz langsam gelingt es ihm auch mithilfe des
ihm ergebenen Wormtail, neue Kräfte zu sammeln. Aber ich wollte
ja nicht zu viel verraten...
Joanne Rowling, 31 Jahre alt, frisch geschieden und allein
erziehende Mutter eines drei Monate alten Mädchens, schiebt
ihr Kind so lange durch den Edinburgher Regen, bis es eingeschlafen
ist. Da sie aus Erfahrung weiß, daß sie nun eineinhalb Stunden
ungestört Zeit haben wird, stürtzt sie ins nächste Café, bestellt
einen Espresso und ein Glas Wasser und bringt die Geschichte
von Harry Potter fieberhaft zu Papier. Das Manuskript schickt
sie an einen Agenten, der es sofort annimmt, augenblicklich
einen Verlag findet und das Buch in viele Länder verkauft. Ob
das Märchen wirklich wahr ist, wer weiß? Sicher ist jedenfalls,
daß die mehrfach ausgezeichnete Geschichte von Harry Potter
mit weiteren Bänden fortgesetzt wird. Und gewiß ist auch: Harry
Potter hat das Zeug, zu einem Lieblingsbuch von Kindern
zu werden.
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