Fazit:
Fantastische neue Abenteuer aus Zamonien. |
Auch zu empfehlen:
RUMO - die limitierte Luxusausgabe
(49,90 EUR)
...Leben des Käptn Blaubär
(10,00 EUR)
Ensel und Krete
(19,90 EUR)
Der Fönig. Ein Moerschen
(12,95 EUR)
Der alte Sack, das kleine Arschloch...
(12,95 EUR)
Sex und Gewalt
(12,95 EUR)
Feuchte Träume
(12,95 EUR)
Das kleine Arschloch kehrt zurück
(11,95 EUR)
Kleines Arschloch
(11,95 EUR)
Adolf. Äch bich wieder da.
(12,95 EUR)
|
|
Nun ist es
endlich soweit: der neue kultige Walter-Moers-Roman - und
die Zamonischen Geschichten finden ihre Fortsetzung.
Diesmal ganz im roten Einband, blutrünstig anmutend.
Dunkel soll auch die Intension sein, denn es geht ums reine
Überleben.
Rumo, dieser kleine Wolpertinger, bekannt aus Walter Moers'
Käptn Blaubär-Roman, sucht seine Herkunft.
Er findet sich alsdann auf einem Bauernhof der zweibeinigen
Fernhachen (eine Spezies in Anlehnung an die Menschen). Und
als er mit Stolz zu sich selbst findet, das erste mal auf
zwei Beinen steht, sein Gebiß dazu noch ansehnliche
spitze Auswüchse zwischen Oberlippe und Gaumen, kurz:
Zähne, gebildet hatte, wird er auch schon in seinen Vorstellungen
von stolzer Anerkennung enttäuscht. Der Grund ist eine
Horde großer einäugiger Ungetüme, die für
ihre Speisekammern auf den im Meer wandernden Teufelsfelsen
auch Rumo in einen Sack stecken.
Rumos Pech war sein Geltungsbedürfnis, das er mit komischem
Grummeln zum Ausdruck brachte. Somit war nun auch der erste
Laut des rosawuscheligen Wolpertinger geboren. Außerdem
würde er sich ab sofort an die Regeln halten: erstens
nicht bewegen und zweitens keinen Laut von sich geben. Folge:
ein völlig ungenießbares und ganz und gar nicht
schmackhaftes Lebendfutter.
In der Speisekammer findet er aber einen Freund, die Haifischmade
Volzotan Smeik aus der grünen glitschig-blubbernden
Grotte, wo sich kaum ein Zyklop verirren mag. Er ist der älteste
Bewohner der Speisekammer und weiß viel zu erzählen
- nicht nur von der Speisekammer, denn die Laute und Todesschreie
erübrigen eine ausführlichere Umschreibung. Rumo
kommt sehr gerne aus seiner Höhlennische zu Smeik, um
von Kämpfen mit Kupferkerlen (eine Art Roboterarmee)
und Lindwurmfesten (Dinosaurier-Burgen) zu hören. "Erzähhhl!",
fleht Rumo, und lernt durch äußerst nervige Zwischenfragen
ganz gut die Welt kennen, wie sie wirklich ist: schlecht!
Das ist Grund genug, dem heranwachsenden Wolpertinger-Welpe
mit den kleinen Hörnchen auf dem Kopf auf dem Weg in
die Freiheit zu folgen.
Lassen Sie sich also in die Welt der Fantasie entführen,
mit ihrer illustren Umschreibung und natürlich dem nicht
zu vergessenden Comic-Buchschmuck nach Moersscher Art - ob
für Zamonien-, Hogwarth- od. Mittelerde-Fans.
Robert Assmann
(Copyright
© 2004 lesewelt.de)
|