Fazit:
Die wohl flüssigste Unterhaltungsliteratur unserer Zeit.
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Zwei Alben auf einmal, vom Popliterat Stuckrad-Barre:
Das Soloalbum gleicht mit seiner A- und B-Seite
einem Popalbum. Vielmehr erzählt es uns in Romanform
die Geschichte eines jungen TWEN, den gerade seine Freundin
hinterlinks verlassen hat. Auf der Suche nach einer neuen
Herausforderung fällt er in nie vorher gespürter
Liebe für die Ex zurück in ein schwarzes Loch aus
OASIS, Joggen, Bar und + &X§"!§...
Das Livealbum gleicht eher einem Fotoalbum aus Gedankenblitzen, die den Literat auf seinen Lesereisen begleiteten. Dazu gehören auch Statements von Gespächspartnern, natürlich mit Wertung, biographischen Floskeln und eben diesen Medien und dem ganzen Umgang im Literaturbetrieb. Alle bekommen Sie hiermit eine gehörige Ohrfeige vor die Nase - denn der Autor offenbart uns seine persönlichen Erfahrungen als "Jungspund in Jeansjacke", so Harry Rowohlt.
Lesenswert sind sie alle beide, denn auf die vorwitzige Sprache ist selbst Harald Schmidt neidisch. Er hätte Soloalbum gerne selbst geschrieben.
Das Widmungszitat von FALCO läßt erkennen, dass sich Stuckrad-Barre als Unterhaltungskünstler verpflichtet fühlt, uns zu unterhalten.
Weiterführend läßt sich Blackbox,
sowie Deutsches
Theater, ein Fotoroman zwischen Gesellschaft und Öffentlichkeit,
und Remix
empfehlen. Letzteres ist eine Sammlung der rühmlichsten
Zeitungsartikel des Autors.
Robert Assmann für lesewelt.de
Benjamin v. Stuckrad-Barre wurde 1975 als 4. Kind in
eine Bremer Pastorenfamilie geboren. Nun lebt er in Berlin,
arbeitet auch für u.a. FAZ, Woche, Allegra, Stern und moderiert
für MTV eine Livestyletalk (erinnert ein bisschen an Schlingensief).
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