Fazit:
Ein Muss für alle, die sich beim Lesen selbst gern
beim Schmunzeln beobachten. Einfach traumhaft... |
|
Alberta empfängt einen Liebhaber. Und wenn Alberta dies
tut, so tut sie dies mit ganzem Herzen. Denn Alberta liebt Nadan.
Und Nadan? Nadan denkt nicht mit dem Herzen. Er denkt mit seinem
Kopf und nur mit dem, womit auch sonst.
Kann man Liebe denken? Zumindest etwas, ein Wenig, wenn auch
nicht viel...
Die Geschichte beginnt irgendwann in den frühen 70er Jahren.
In der Zeit, in der das Ende des Vietnamkrieges zum Greifen
nahte.
Die Zeit, in der man andere Menschen einfach küsste - um
des Friedens Willen.
Und so küsste Nadan Alberta. Oder küsste Alberta Nadan?
Vielleicht küsste auch gar keiner.
Aber so fängt das nun einmal an: mit der Liebe.
Im Laufe Ihres Lebens (also auch der Geschichte), treffen die
2 unverbesserlichen Hauptfiguren zu drei Zeiten aufeinander
die kaum unterschiedlicher sein könnten.
Die besagten, wilden Siebziger, am Ende der 80er Jahre und noch
einmal, vor nicht allzu langer Zeit, in der Gegenwart.
Und jedes Treffen endet so kurios und unwarscheinlich wie es
bloß Birgit Vanderbeke beschreiben kann.
So strickt sich diese liebevolle Kurzgeschichte um das wohl
älteste Gefühl, seit es Menschen gibt: Die Liebe.
Von sehnsüchtig erwarteten Telefonanrufen, über knisterndes
Schweigen bei Mondlicht bis hin zu ein wenig Sex. Zumindest
ein klein wenig, wenn auch nicht viel...
(Markus Eidam für lesewelt.de)
Die
Autorin und Sprecherin Birgit Vanderbeke, 1956 im brandenburgischen
Dahme geboren, lebt in Südfrankreich. Ihre Erzählung
'Das
Muschelessen' wurde 1990 mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis
ausgezeichnet. Seitdem hat sie mehrere von der Kritik vielgelobte
Bücher geschrieben. Das letzte davon, 'Alberta empfängt
einen Liebhaber', wurde ein Bestseller. 1997 erhielt sie für
ihr Gesamtwerk den Kranichsteiner Literaturpreis.
(Copyright
© 2004 lesewelt.de)
|