Fazit:
Ein "Muss" für jeden Thriller-Fan (mit guten Nerven
und einem belastbaren Magen)! |
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Eine "Entwicklungsgeschichte" als düsteres Meisterwerk.
Kein Thriller, wie man ihn mit Blick auf die vorangegangenen
Romane Harris' erwartet hätte. Aber dennoch und gerade darum
eine sehr schöne Beschreibung, v.a. als Hannibal seine Leserinnen
und Leser mit einem sinnenden Blick auf die Sterne verliess.
Und dabei ist keineswegs Spannungsfreiheit zu erwarten.
Befreit von reisserischen Genre-Elementen plumpen Nervenkitzels
und stattdessen geprägt von der musischen Hingabe Lecters an
das Töten, an eine Sicht der Welt, in der alles möglich ist
und dadurch erst ihre Schönheit gewinnen lässt.
Der Nachfolger "Hannibal" ist nach 11 Jahren Wartezeit mindestens
genausogut wie "Das Schweigen der Lämmer" und bewart erfreulicherweise
viele Bezüge, was allerdings nicht bei allen Lesern Zuspruch
findet.
Der neue blutige Harris-Roman ist ein Thriller mit Szenen und
Sätzen, die man so in keinem vergleichbaren Roman lesen kann,
wobei der Schluss ziemlich surreal geraten ist, sodass sich
der eine oder andere wiederum eine Fortsetzung wünscht.
Ein Leser meint, dass man nach dem Lesen dieses Buches Schweine
mit ganz anderen Augen sieht - pervers, anrüchig, ekelhaft und
auf der anderen Seite sowas von faszinierend, gefühlvoll und
spannend das man den Roman schlecht aus der Hand legen kann.
"Die Leser wollen nur wissen, ist es so gut wie "Das Schweigen
der Lämmer". Nein, dieser Roman ist nicht so gut. Er ist besser."
(Stephen King)
Ein Buch, das den Leser zumindest ab dem ersten Lebenszeichen
des "Übermenschen" Lecter nicht mehr losläßt.
Die Schaffung einer zweiten, beinahe noch monströseren Hauptfigur
(Mason Verger) führt zwar manchmal an die Grenzen des Zumutbaren
(und gelegentlich auch darüber hinaus), erzeugt aber ein Spannungsmoment
zweier so unterschiedlicher, dennoch zu jeder Grausamkeit fähigen,
Charaktere, das in der zeitgenössischen Thrillerliteratur seinesgleichen
sucht.
Harris' Buch ist mit Sicherheit nichts für literarische Feinspitze,
Seine unmittelbaren Konkurrenten im Genre "Spannungsromane",
wie Grisham, läßt er meilenweit hinter sich.
(Copyright © 1999 -
2002 lesewelt.de)
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