Fazit:
Ein Tatsachen-Thriller, der die vergessene Seuche packend
darstellt. |
|
Franz Kafka erkrankte an ihr ebenso wie Klaus Mann, Max
Brod und Martin Buber...
Kaum eine Seuche wütete so heftig binnen kurzer Zeit wie die
Influenza von 1918 - auch Spanische Grippe genannt.
Weltweit erkrankten 700 Millionen Menschen an ihrem
Erreger, in nur wenigen Monaten forderte sie über 20 Millionen
Tote, vor allem unter jungen, gesunden Erwachsenen. In
Europa, den USA, in Indien, selbst in der kleinsten Eskimosiedlung
starben die Menschen an der Grippe. Umso erstaunlicher ist
es, daß diese Katastrophe scheinbar völlig aus dem kollektiven
Gedächtnis verschwunden ist.
Erst Ende der neunziger Jahre machten sich Forscher auf die
Suche nach dem Erreger der Influenza, um herauszufinden, warum
dieser so aggressiv war und wie man zukünftige Epidemien verhindern
könnte. In Labors und Archiven begann ein spannender Wettlauf
um die Erforschung des tödlichen Virus.
Gina Kolata hat einen packenden Medizinthriller und zugleich
eine kenntnisreich erzählte Geschichte der modernen Virenforschung
geschrieben. Die Autorin gehört zu den anerkanntesten Wissenschaftsjournalisten
der Vereinigten Staaten.
   Leseprobe

Gina Kolata
wurde 1948 in Baltimore geboren und studierte Mikrobiologie
und Mathematik. Seit 1974 arbeitet sie als Wissenschaftsjournalistin,
zunächst beim "Science Magazine", seit 1987 für die "New York
Times".
Gina Kolata hat mehrere Bücher, u.a. zur Gentechnik, publiziert.
Sie lebt mit ihrer Familie in Princeton/New Jersey. Für ihr
Talent, komplizierte Wissenschaftsthemen verständlich zu
beschreiben, erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, u.a. von
der Association of Independent Research Institutes, der American
Heart Association und der American Medical Writers Association.
1996 wurde sie McGraw Professor der Princeton University, darüber
hinaus lehrt sie an der Yale University und an der University
of Tennessee.
(Copyright © 2001 S. Fischer Verlag)
|