Fazit:
Die Filmlegende lebt! ...heute für die Natur, wie sie für den Staat nie lebte. |
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Sehr umstritten, diese Filmkünstlerin des 20. Jahrhunderts. Vielleicht sogar die umstrittenste - daher eine Legende!
Mit Propagandafilmen u.a. zu Olympia 1936 in Berlin fühlte sie sich herausgefordert, da es ihre Arbeit war.
Schuldgefühle brachte sie jedoch nie öffentlich zum
Ausdruck. Außer, ja, während eines Massakers an jüdischen
Zivilisten brach sie in Tränen aus. Erst in diesem Moment
im September 1939 in Konskie war ihr wohl bewußt, für
wen sie gearbeitet hat.
Das entscheidende ist, dass sie weitermachte, gelenkt und geformt wurde - Zigeuner als Statisten benutzte, bei Truppenparaden dabei war usw. ...auch ihr wurde der Prozeß gemacht.
1973 feierte sie ihr Comeback mit einem Bildband über den Afrika-Stamm der Nuba und war drei Jahre später bei ihrer zweiten Olympiade dabei, als Fotografin.
Eines Tages entdeckt sie die Meereswelt als unerschöpfliches
Reservoir der natürlichen Schönheit - keine Schönheit
im arischen Sinne, weil sie so ungeordnet ist und immer wieder
interessante Erkenntnisse birgt.
Nicht nur die Pop-Art um Andy Warhol feierten mit ihr zusammen.
Nun feiert sie schon den 100. Vielleicht haben die Berge ihrer ersten Filme bzw. ihre nachhaltige Laufbahn eine besondere Aura, mit welcher auch sie auf das Publikum wirkte?!
Der vorliegende "Wälzer" weist drei Fototeile auf und entwirft
somit ein kritisches sowie vielfältiges Muster ihres Lebens.
Können wir also reichlich lesen, bis ihr Tiefseefilm in
die Kinos kommt.
(Robert Assmann für lesewelt.de)
Jürgen Trimborn ist 1971 geboren, studierte Theater-/Filmwissenschaften,
Kunstgeschichte, Germanistik und Philosophie. Er promovierte
1995 und betrieb Studien zum Film des Dritten Reiches an der
Uni Köln. Nun lebt er als freier Schriftsteller in Ostbelgien
und Köln.
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