Fazit:
Die zentralen Thesen zusammengestellt und erläutert. |
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Viele sagen,
dass Rudolf Steiner zu den Phantasten gehöre, nehmen
ihn nicht ernst, genau so, wie sie die Esoterik als unwissenschaftlich
bezeichnen.
Dem wird aber das Lebenswerk Steinerns nicht gerecht, legte
er doch Meilensteine in der Pädagogik: die Waldorfschule,
aber auch im Demeter-Landbau, und begründete die anthroposophische
Medizin, sowie eine neue Bewegungskunst, die Eurythmie.
Die geistige Entwicklung und richtige Erziehing des Kindes
steht wohl im Mittelpunkt von Steiners Lebenswerk und wird
in breiten Bevölkerungsteilen, aber v.a. bei den gläubigen
Christen, geschätzt. Wie steht es aber mit seinen Gedanken
zur Inkarnation oder seinen Ausführungen, dass Sagengestalten
schon vor unserer Zeit Realität waren, aber noch unverkörpert,
so dass wir heutzutage keine Knochen von ihnen finden können.
Interessanterweise äußert sich Steiner in einem
Vortrag 1919 über die Deutschen, die ihre geistigen Vordenker
zunehmend als Phantasten bezeichneten - vielleicht ein Vorahnen
des Dritten Reiches?
Dieses Buch ist laut Herausgeber für esoterisch interessierte
und vorgeprägte Leser, aber auch für die Lehren
offener Menschen, die mehr über seine Ausführungen
zur Evolutionstheorie und Atlantis oder seinem breiten Religionsdenken
(der Parallelismus zwischen Buddha und Christus) erfahren
wollen. Gerade bei dem letzgenannten Themenkomplex wird im
Vorwort eine Richtung empfohlen, wie die Kapitel am besten
zueinander passen und zu lesen wären. Dies ist gewöhnungsbedürftig,
doch wird nicht viel diskutiert - im Gegenteil, Steiner kommt
in seitenlangen gut unterschiedenen Original-Zitaten selbst
zu Wort.
Außer zu seinen Schriften über Goethe, ist somit
all sein Werkschaffen in diesem Band, das man nicht als Monographie,
vielmehr als Textsammlung, bezeichnen kann, vertreten.
Robert Assmann
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© 2004 lesewelt.de)
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